Mittwoch, 28. Februar 2007

Besichtigung der Stanford University


2. Tag, Sonntag, 24. Februar

Wie erwartet, wurde ich um 5 Uhr schon wach (gefühlte 14 Uhr nachmittags) und konnte den Tag mit einem ausgiebigen Bad und dem Sichten der e-mails und anderen Dingen beginnen.

Gegen 10 Uhr wurden Marco und ich von Joe Buerba abgeholt, auch ein ehemaliger mccue Kollege aus Los Angeles von mir der wegen meinem Besuch hier selbst mit seiner Frau zwei Tage in San Francisco war. Wir gingen ausgiebig brunchen und besprachen viele Networking und persönliche Dinge. Am Nachmittag haben wir eine Rundfahrt und einen Spaziergang durch San Francisco gemacht so dass wir um 17 Uhr pünktlich an der m Brauhaus waren, wo wir zum Xing-Regionaltreffen San Francisco eingeladen hatten.

Wir waren 6 Teilnehmern und haben über viele Xing-, LinkedIn, amerikanische und deutsche Eigenheiten gesprochen. Hier ein paar Highlights:
Rauchverbot in den USA fast überall.
Immobilienpreise fast viermal so hoch wie in Deutschland, weil in San Francisco die Einwohnerzahl rasant steigt und bald kein Platz mehr ist.
Lebenshaltungskosten sind knapp über denen in Deutschland.
10.000 Deutsche wohnen in der Bay, fast 50 Prozent aller Einwohner sind „Ausländer“, die meisten von Ihnen Inder.
Man trifft viele IT - VIP´s auf Konferenzen, einfach, sich kennen zu lernen.
Es gibt viele Networking Veranstaltungen, so den Webmontag.
De Amerikaner an sich geht eher unvorbereitet in Treffen, eine detaillierte Vorbereitung wie z.B. die Durcharbeitung einer Teilnehmerliste vorab ist eher ungewöhnlich.


Nachdem wir dann ein Taxi von 120 auf 50 Dollar heruntergehandelt hatten, ging es gegen 20 Uhr zurück ins Hotel, wo wir nach ca. 45 Minuten fahrt dann eintrafen

3. Tag, Montag, 26. Februar

Abholung um 9:45 Uhr am Hotel, der Taxifahrer bekam die Visitenkate von LinkedIn – aber er fand die Adresse nicht, fuhr die Strasse komplett in die falsche Richtung. Anstatt 5 Minuten waren wir ca. 20 Minuten unterwegs.

Bei LinkedIn gab es folgende Treffen mit intensiven Diskussionen:

Liz O´Donnell, VP International
Lucian Beebe, Product Manager
Brandon Duncan, Engineering Manager
Dan Nye, CEO
Orly Keren, Marketing
Allen Blue, VP Products

4. Tag, Dienstag, 27. Februar

Gespräch mit David M. Hornik,
Partner bei AUGUST CAPITAL
http://www.augustcap.com/

Gespräch mit Konstantin Guericke
Founder von LinedIN und nun Gründer von http://www.jaxtr.com/

Gespräch mit John Lilly
COO von Mozilla Corporation
http://www.mozilla.com/

Gespräch mit Ellen Levey
Board Member von einiger renommierten Firmen in Silicon Valley
http://www.linkedin.com/in/ellenlevy

Dienstag, 27. Februar 2007

Kalifornien

1. Tag

Die Reise startete schon am 23. Februar mit dem Vorabend Check-In des Koffers bei Lufthansa am Kölner Hauptbahnhof. Das Gefühl während de folgenden Reise täuschte mich nicht, als ich am Flughafen von San Francisco ausgerufen wurde: „Martin Müller bitte zum Info-Desk“.

Der Koffer war nicht angekommen, weil er es in Frankfurt irgendwie nicht geschafft hatte vom Zug zum Flug, er kam dann über München mit der abendlichen United Maschine und war doch um 22 Uhr im Hotel. Immerhin ein guter Service, so brauchte ich ihn nicht selbst zu tragen.

Zurück nach Frankfurt, ein letzter Besuch in der Lufthansa Business-Lounge, da ich ab 1. März kein Frequent–Traveller mehr bin. Marco Knöpp, ein anderer Eingeladener von LinkedIn rief mich an, wir trafen uns am Gate und die zwei Sicherheitskontrollen gingen schnell vorbei.

Ein Upgrade in Business-Class war nicht möglich da alle BusinessClass Plätze verkauft waren, die Maschine war fast ganz voll. Aber auch der Economy Platz ganz hinten am Gang war recht gut, neben mir saß ein russischer Atomphysiker und wir haben uns auf dem 11- Stunden-Flug sehr gut unterhalten.

Stewardess zu sein ist auch eine nette Sache. Meine Lieblings-Stewardess zum Beispiel ist im richtigen Leben Psychologiestudentin und arbeitete nur Teilzeit. Auf diesem Flug bleiben Sie bis Montag in San Francisco (zwei Übernachtungen) und haben dadurch anderthalb Tage Zeit, sich die Stadt anzuschauen. Dann geht es am Montag zurück nach Frankfurt, so dass für die Besatzung der Maschine der Kalifornien-Flug ganze vier Arbeitstage beträgt.

Der dritte Eingeladene kam am Gate B22 in Frankfurt zu uns, allerdings war Oliver aus Kassel (der vierte Eingeladene) nicht dabei, wir erfuhren, dass er erst am Vortag gemerkt hat, dass man mit einem Personalausweis nicht nach USA reisen kann und einen Reisepass nicht hatte…

Den 5. Eingeladene haben wir dann im San Francisco am Gepäckband getroffen, damit waren wir komplett. Dwight Cribb ist IT-Headhunter und kannte Quest International auch sehr gut, da ein Bekannter von ihm dort auch mal gearbeitet hat.

Liz (VP International von LinkedIn) erwartetet ums beim Eingang und wir wurden zum Hotel gebracht nach Palo Alto, ca 20 Minuten Fahrt.
Hier ist das Herz der New Economy, Google, PayPal, ebay, LinkeIn, alle haben ihre Büros hier. In einer Straße sind alle Venture Capital Companies direkt nebeneinander angesiedelt , die mit Milliardeninvestitionen die neuen Firmen ans Laufen bringen. Man erzählte uns, dass man in den Restaurants oder in der Straßenbahn eigentlich nur die Ohren aufhalten muss um zu erfahren, was der Wettbewerb so plant, wenn andere so zufällig mit Ihren Kollegen beim Essen oder auf der Fahr zur Arbeit in der Öffentlichkeit darüber sprechen, was wohl häufig vorkommen soll…

Sarik Weber, der ehemalige VP Sales von Xing, ist auch gerade (aus anderen Gründen) in San Francisco. Die Welt in dieser Branche ist echt klein.

LinkedIn gibt es seit 2003, es sind ca. 70 Mitarbeiter dort, es gehört den Venture-Capital-Investoren. Es hat noch nie Marketingmaßnahmen gegeben, diese Deutschland-Promotion, mit der wir hier sind, war die erste Aktion. Die 10 Mio Mitglieder sind aus natürlichem Wachstum entstanden. Die deutsche Seite wird kommen, aber noch nicht im März 2007, weil Konstantin Guerike, eine der beiden Gründer, zum Ende Dezember LinkedIn verlassen hat, aber noch immer als Berater zur Seite steht. Wir werden ihn auch in dieser Woche treffen.

Das Hotel:
Ein Top modernes, 5 Sterne Haus, alles erste Klasse, Suite, King-Size Bett, riesen Flachbildschirm auf dem Zimmer (und sogar einer auf der Toilette), jeder Wunsch wurde uns von den Augen abgelesen. War es der Adapter fürs Notebook, die Einwegbadehose für den Pool oder die Niederschrift eine Nachricht und das sofortige Bringen eben dieser per Papier ins Zimmer.

Mit Liz haben wir den Nachmittag an der Hotelbar verbracht, um uns erst mal kennen zu lernen und einen Überblick über die Woche zu bekommen. Sie schenkte uns einen Reiseführer Silicon Valley und eine Kreditkarte (aufgeladen mit 60 USA pro Tag) für unsere Ausgaben in dieser Woche.

Am Abend kamen Doris (ehemalige Arbeitskollegin in von mir bei mccue corporation aus Los Angeles) und Ihr Freund Kurt zu Besuch ins Hotel. Wir gingen Essen und haben uns sehr gefreut, uns nach drei Jahren mal wieder zu sehen. 2008 möchte sie Urlaub in Griechenland machen, dann werden wir uns dort wieder treffen.

Um 20 Uhr Ortszeit (gefühlte 5 Uhr Sonntagsmorgens) ging dann der erste Tag zu Ende.